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GenoTrack

Hochdurchsatz-SNP-Typisierung für die genomische Selektion bei Rind, Assoziationsstudien und populationsgenetische Analysen des Rindergenoms


Koordinator

Prof. Dr. Georg Thaller
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Tierzucht und Tierhaltung
Abteilung Tierzucht

Beteiligte Forschungseinrichtungen

  • Christian-Albrechts-Universität Kiel
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Technische Universität München
  • Humboldt-Universität Berlin
  • Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.

Wirtschaftspartner

  • Förderverein Biotechnologieforschung e. V (FBF)
  • Lohmann Tierzucht

Projektbeschreibung

Die enormen Fortschritte in der Entwicklung und Chip-basierten Darstellung von SNP-Markern in Verbindung mit der Etablierung effizienter Hochdurchsatzplattformen ermöglichen umfassende Genotypisierungen  an großen Tierzahlen. Die Fülle genomischer Information eröffnet neue und bisher ungeahnte Möglichkeiten zur Erforschung des Rindergenoms und erlaubt insbesondere einen direkten Zugang zur genetischen Variation quantitativer Merkmale. Das Verbundprojekt GenoTrack sieht vor, sorgfältig ausgewählte Tiergruppen verschiedener Rinderrassen an 54.000 SNPs zu typisieren und anhand dieser Information unterschiedliche Fragestellungen zu verfolgen. Im Zentrum dieser neuen strukturellen Ansätze steht die Beschreibung der genetischen Architektur in Form von Haplotypinventaren der einzelnen Populationen. Die Schätzung der Effekte dieser Haplotypen auf Merkmale der Leistung und Gesundheit führt über die auf das Einzeltier bezogene summarische Betrachtung zu genomischen Zuchtwerten. Diese genomischen Zuchtwerte können bereits zum Zeitpunkt der Geburt eines Tieres berechnet werden und ermöglichen sehr früh präzise Selektionsentscheidungen, die den Zuchtfortschritt substanziell steigern. Darüber hinaus können Chromosomensegmente identifiziert werden, die sich in ihren populationsgenetischen Eigenschaften (z.B. Homozygotiegrad) deutlich vom Gesamtgenom unterscheiden. Daraus lassen sich neue Maße für die Inzucht sowie für die genetische Diversität ableiten. Vergleiche der hoch aufgelösten Genome über Spezies hinweg geben Hinweise auf eventuell evolutionär wirksame Mechanismen, die vor allem für Fitnessmerkmale von Bedeutung sein könnten. Zudem können mit Hilfe der dichten Markerabdeckung genomweite Assoziationsstudien zwischen SNP und putativen kausalen Varianten durchgeführt werden. Dazu werden geeignete Teststatistiken entwickelt, die aus der Vielzahl zu erwartender signifikanter Ergebnisse eine möglichst präzise Bestimmung und den Ausschluss der falsch positiven Signale gewährleisten.



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Der Projektträger Jülich (PtJ) führt für verschiedene Auftraggeber das Projektmanagement von Förderprogrammen und Förderschwerpunkten durch, ist Nationale Kontaktstelle für bestimmte Forschungs- und Technologieförder- programme der EU und betreut Aktivitäten bei der bilateralen internationalen Kooperation und bei der Internationalen Energieagentur.

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