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FUGATOFunktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus


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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat mit der Ausschreibung und Bewilligung von FUGATO der nationalen Genomforschungslandschaft einen weiteren Forschungsschwerpunkt hinzugefügt.

Während sich die BMBF-Förderung bis zum Jahr 2004 im Wesentlichen auf die Forschung im Bereich der pflanzlichen Genomforschung (GABI), der Mikroorganismen (GenoMik) und auf die Erforschung von humanen Krankheitsursachen und Therapiemöglichkeiten (NGFN), konzentrierte, sollen mit Hilfe von FUGATO und FUGATOplus neue Wege aufgezeigt werden, wie insbesondere die Gesundheit der Tiere und die Produktqualität verbessert werden kann. Einzelheiten können dem Ausschreibungstext und der Fugato-Broschüre (1,6 MB) entnommen werden.


Der Grundstein für die Fördermaßnahme FUGATO wurde mit einem umfassenden Workshop am 12./13. Dezember 2002 in Berlin gelegt, wo sich Wirtschaft und Wissenschaft trafen, um gemeinsam den Bedarf für die Funktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus zu diskutieren und zu formulieren.

Als Steuerungsgremium für FUGATO wurde am 15.01.2004 in Berlin ein Wissenschaftlicher Beirat gebildet.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der BMBF-Fördermaßnahmen wurde am 17.02.2004 mit der Gründung des Industrieverbund FUGATO (IVF) geschaffen.


Der FUGATO-Partneringday vom 11. März 2004 wurde von rd. 70 Teilnehmern aus Wissenschaft und Wirtschaft genutzt, um insgesamt mehr als 20 Projektideen vorzustellen und um sich über vorhandene Kompetenzen und Ressourcen zu informieren. Mit dieser durch den IVF unterstützten Veranstaltung des Projektträger Jülich (PtJ) wurde allen Interessenten die Möglichkeit geboten, erste Kontakte für Kooperationen oder Partnerschaften zu knüpfen. Gemäß der Ausschreibung waren Projektanträge bis zum 18.06.2004 beim PtJ einzureichen.


Bis zum 18.06.2004 wurden insgesamt 14 Verbundprojekt-Skizzen beim Projekträger Jülich eingereicht, von denen nach einer Begutachtung durch den Wissenschaftlichen Beirat sechs Verbundprojekte der Tierarten Rind, Schwein und Huhn zur Förderung empfohlen wurden. Diese Projekte bilden ein Netzwerk der führenden akademischen Institute unter Beteiligung der Wirtschaft, vor allem aus dem Bereich der Tierzucht. Die Forschungsschwerpunkte dieser Projekte liegen in den Bereichen Tiergesundheit sowie Produktqualität, dienen also sowohl dem Tierschutz als auch dem Verbraucher. Da die Merkmale der Tiergesundheit und der Produktqualität in der Regel komplexer, multifaktorieller Art und durch eine geringe Heritabilität charakterisiert sind, ist der genetische Fortschritt durch konventionelle Zuchtprogramme begrenzt. Aus diesem Grund soll durch die Integration von funktioneller Genomik (Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik) und tierzüchterischer Praxis in Zukunft auch bei Merkmalen mit niedriger Erblichkeit eine gezielte Selektion möglich sein.