„FUGATO – eine geniale Idee“, mit diesen Worten begrüßte Leo Siebers in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Industrieverbundes FUGATO e.V. (IVF) die 80 Teilnehmer des Partnering Days FUGATO-plus. Zu diesem Event hatte der IVF mit Unterstützung des BMBF, des Projektträgers Jülich (PtJ) und des FUGATO-Sekretariats am 08./09. November 2006 nach Kassel-Wilhelmshöhe eingeladen. Ziel war es die Partner aus der Wissenschaft und Wirtschaft zusammenzuführen sowie neue Ideen zu entwickeln, deren Verwirklichung im Rahmen der Fördermaßnahme FUGATO-plus angestrebt werden könnten. Entspannt bei einer Tasse Kaffee oder Tee wurden schon vor dem Beginn der einzelnen Präsentationen Kontakte geknüpft. Man war aber auch gespannt was der Tag so bringen würde…
Ideen zünden – Deutschland nimmt die Herausforderung an
Unter diesem Motto präsentierte Prof. Frank Laplace vom BMBF dem interessierten Publikum die neue Hightech-Strategie für Deutschland und die Einbindung von FUGATO-plus hierin. Innovation wird groß geschrieben. Dabei können und sollen neue Wege in der Landwirtschaft und in der Industrie beschritten werden. Eine verstärkte Nutzung der Schnittstellen zwischen den Pflanzen-, Mikroben- und Tiergenomforschungen sowie der Ernährungsforschung bietet dabei vielfältige Möglichkeiten, die interdisziplinäre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.
Wie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der deutschen Genomanalyse-Netzwerke aussehen könnte, zeigte in einer veranschaulichenden Weise Dr. Jens Freitag von der GABI-Geschäftsstelle. Die Grundlage für eine intensive Vernetzung der Programme wurde bereits in FUGATO gelegt. Mit FUGATO-plus eröffnen sich weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Die Fördermaßnahme an sich und welche Themenkomplexe in diese eingebracht werden können, wurde von Dr. Georg Ostermann vom PtJ den Zuhörern nahe gebracht. Des Weiteren informierte er über die drei Fördermodule FUGATO-plus Grundlagen, FUGATO-plus Anwendung sowie FUGATO-plus Nachwuchs.
Im Anschluss hieran stellten teilnehmende Wissenschaftler in zahlreichen Präsentationen ihre Forschungsideen aus den Bereichen u.a. Adaptionsverhalten und –mechanismen, Erbfehlerforschung, Fundamentstabilität, Fruchtbarkeit, Infektabwehr, Produktqualität und Bioinformatik vor und nutzten die Gelegenheit, diese mit dem Auditorium zu diskutieren und neue Partnerschaften für ihre Projekte anzuregen. Durch die vorherige Veröffentlichung der Kurzfassungen auf der FUGATO-Homepage wurde der Prozess der Partnerfindung gefördert.
Abgerundet wurde dieser Tag durch den abendlichen Partnering Treff, bei dem die Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, sich in entspannter Atmosphäre ausführlicher über die vorgestellten Projekte auszutauschen und mögliche Partnerschaften anzuvisieren.
Quelle: FUGATO-Sekretariat