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HyBee

Entwicklung molekulargenetischer Methoden für die Selektion krankheitsresistenter Honigbienen basierend auf Genexpressionsunterschieden von hygienischen und nicht hygienischen Arbeitsbienen


Koordinator

Prof. Dr. Kaspar Bienefeld                                                                                            

Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf                                       

Beteiligte Forschungsinstitute

  • Freie Universität Berlin
  • Heinrich Heine Universität Düsseldorf
  • Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN), Dummerstorf

Projektbeschreibung

Hybee ist ein Verbundprojekt zur Erforschung der molekularen Mechanismen der Ausräumaktivität von Honigbienen gegenüber kranker Brut. Die Honigbiene ist  aufgrund ihrer  Honigproduktion und Bestäubungsleistung volkswirtschaftlich eine sehr wichtige Nutztier­spezies. In den letzten Jahren ging der Bienenbestand in Deutschland deutlich zurück. Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist die ektoparasitische Milbe Varroa destructor. Das frühzeitige Ausräumen kranker Brut wird als effektivste Bekämpfungsstrategie gegenüber diesem sich in den Bienenzellen reproduzierenden Parasiten angesehen. Die Sensitivität gegenüber dem Duftstoffbouquet kranker Brut spielt beim Hygieneverhalten der Honigbiene eine zentrale Rolle. Grundlage für die geplanten Genexpressionsanalysen sind Infrarot-Video Beobachtungen individuell markierter Arbeitsbienen mit unter­schiedlichem Hygieneverhalten gegenüber Varroa-infizierter und Kalkbrut-befallener Brut. In Er­gänzung dazu wird durch opto­physiologische Techniken untersucht, welche Schritte in der Erkennung von Geruchs­profilen wichtig, und welche Organe für individuelle Verhaltensunterschiede besonders relevant sind. Die Verhaltens­unterschiede können auf direktem Wege als Unterschiede der Genexpression beschrieben werden. Dazu werden die Trans­kriptionsunterschiede von ca. 12.000 Genen („Genom-Chip“ der Honigbiene) mit Hilfe der Microarray-Methode dargestellt. Entsprechende Kandidatengene der Reaktionswege werden mittels Q-PCR Technik verifiziert und zum Teil funktionell getestet. Die Ergebnisse sollen Grundlage für molekulargenetische Ansätze bei der Zucht Varroa-resistenter Honigbienen sein.



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