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FUGATO-Statusseminar und FUGATO-plus kick-off-meeting 2008

am 6. und 7. Mai 2008 in Potsdam


FUGATO-Statusseminar 2008

FUGATO - Evaluiert, und mit 15 Projekten in die neue Förderrunde FUGATO-plus!!!


Für den 06. und 07. Mai 2008 lud das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zum ersten FUGATO-Statusseminar in das Mercure-Hotel Potsdam City ein. Die Veranstaltung bot den rund 140 Teilnehmern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Möglichkeit, die Ergebnisse aus dem im Jahr 2004 etablierten Förderschwerpunkt FUGATO („FUnktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus“) zu präsentieren und sich ein Bild über den aktuellen Kenntnisstand zu verschaffen. Dem BMBF, seinem Projektträger PtJ und dem Wissenschaftlichen Beirat FUGATO diente das Statusseminar einer fachlichen Evaluierung der auslaufenden Projekte aus der ersten FUGATO-Bekanntmachung. Darüber hinaus fungierte die Tagung auch als kick-off meeting für die Partner der neuen Ausschreibungsrunde FUGATO-plus.


Mit der Begrüßung durch Dr. Christian Müller vom BMBF und Dr. Carl-Stephan Schäfer vom Industrieverbund FUGATO e.V. (IVF) wurde die zweitägige Veranstaltung offiziell eröffnet. Von einer Übersichtsdarstellung relevanter nationaler und internationaler Fördermaßnahmen wie dem Wettbewerb „Kompetenznetze in der Agrar- und Ernährungsforschung“ sowie der angebahnten internationalen Zusammenarbeit im ERA-NET Animal Health, leitete Herr Dr. Müller zum Förderschwerpunkt FUGATO über. Nicht nur aus Sicht des BMBF liefere das Netzwerk zur Genomanalyse bei Nutztieren neue Ideen und innovative Ansätze im Bereich der Genomforschung. Auch könnten mit der Förderinitiative ergänzende Kompetenzen und neue Partner (transdisziplinär) aus Wissenschaft und Wirtschaft gewonnen werden. Ziel und Fokus dieser tierartübergreifenden Initiative sei die anwendungsorientierte Forschung. Auch Herr Dr. Schäfer unterstrich mit seinem Begrüßungsvortrag die besondere Stellung der Genomanalyse in der deutschen Forschungslandschaft. Diese stelle eine Schlüsseltechnologie in der weltweit agierenden Tierzucht dar, und unterstütze die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und damit auch die Standortsicherung Deutschlands.

An diese Worte knüpfte Dr. Georg Ostermann vom Projektträger Jülich (PtJ) in seiner Ansprache an. Neben der Erläuterung der BMBF-Förderrunden FUGATO und FUGATO-plus aus organisatorischer, finanzieller und thematischer Sicht, hob auch er die Bündelung und Vernetzung nationaler Kompetenzen in FUGATO hervor. Dadurch sei es möglich, eine Profilierung der nationalen Tierzuchtforschung im europäischen Raum und darüber hinaus zu intensivieren. Mit der abschließenden Darstellung zu den Zielen und dem Ablauf der beiden Sitzungstage erfolgte der Startschuss der wissenschaftlichen Vorträge.


Der erste Gastvortrag von Herrn Dr. André Eggen (INRA, Frankreich) über die „Vollständige Genomsequenzierung: Na und? Wie geht es weiter?“ stellte sich als äußerst gelungene Einführung in den Tag heraus. Nicht nur inhaltlich waren die Informationen wertvoll einzustufen. Herr Dr. Eggen trug mit seinen Beitrag auch zum allgemeinen Wohl der Teilnehmer bei. Denn bereits sein erster Satz „Wenn ich meinen Vortrag nicht auf Deutsch halte, könnte ich sehr viel Zeit einholen“, löste reihenweise Schmunzeln unter den Teilnehmern aus, wodurch jegliche Anspannung, so vorhanden, gelockert wurde.

Im Anschluss präsentierten die Verbundkoordinatoren der sechs FUGATO-Projekte E.coli-Chick, Fertilink, IRAS, M.A.S.-Net, QuaLIPID und HeDiPig die Ergebnisse ihrer auslaufenden, dreijährigen Forschungsarbeiten. Bevor die konkreten Ergebnisse aller Teilprojekte von den Teilnehmern und den Mitgliedern des Wissenschaftlichen Beirats FUGATO in einer Postersession bei Kaffee und Gebäck begutachtet und diskutiert wurden, waren alle Anwesenden aufgefordert, sich bei strahlend schönem Wetter in dem angrenzenden Lustgarten zu einem Gruppenbild zu positionieren.

Nachdem so erste Eindrücke ausgetauscht, fachliches diskutiert und neue Kontakte geknüpft waren, rundete Herr Prof. Tosso Leeb (Universität Bern, Schweiz) den Sitzungstag mit einem zweiten Gastvortrag ab. Seine Ausführungen beleuchteten informativ die „Perspektiven der Tiergenetik-Forschung in Deutschland“ aus einer Sichtweise jenseits unserer eigenen Landesgrenzen. Die Ausführungen regten beim gemeinsamen Abendessen gewiss so manche Diskussion an, bevor der Abend in lockerer, entspannter Atmosphäre und dann auch mit weniger fachlichen Themen ausklang.


Der zweite Veranstaltungstag stellte das FUGATO-plus kick-off meeting dar und wurde mit neuer Frische und gespannter Erwartung gestartet. Zunächst gab der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats, Herr Prof. Eckhard Wolf (Ludwig-Maximilians-Universität München), aus der Sicht des Gremiums einen Überblick über die neuen fachlichen und strukturellen Schwerpunkten in der BMBF-Förderinitiative FUGATO-plus. Dem schloss sich die Vorstellung der fünf FUGATO-plus-Nachwuchsgruppen FUGABEE, AvImmun, COMPENDIUM, BovIBI und geMMA sowie der zehn neuen Verbundprojekte HyBee, FUGAPIS, REMEDY, RePoRI, GeneDialog, MeGA-M, FEPROeXPRESS, GenoTrack, GENE-FL und FUGATO+brain durch die jeweiligen Projektleiter bzw. Verbundkoordinatoren an. Die Kurzvorträge verdeutlichten die Bandbreite der FUGATO-Themen, die Ausweiterung der Tierspezies, aber auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als einen neuen Schwerpunkt innerhalb des FUGATO-Programms.


In seinen Schlussworten fasste Herr Dr. Ostermann (PtJ) die beiden Tage kurz zusammen. Dabei bedankte er sich bei allen für die rege Teilnahme, die umfangreichen Vorbereitungen in Form von Postern und Präsentationen und für die offene Diskussionsbereitschaft. Der Verlauf der Veranstaltung spiegele auch die durchweg gute Zusammenarbeit zwischen den FUGATO-Partner während der Forschungsarbeiten der vergangenen drei Jahren wider. Dies sei auch eines der Ergebnis der Evaluierung der Förderrunde FUGATO in der internen Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats am Vormittag gewesen. Herr Dr. Ostermann bedankte sich bei den Vertretern des Industrieverbunds FUGATO e.V. für deren Unterstützung des Statusseminars und beim Vertreter des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) für dessen Teilnahme. Mit einer Verzögerung von zwei akademischen Vierteln schloss er dann am frühen Nachmittag das Statusseminar.


Insgesamt wurde seitens der Organisatoren wie auch der Teilnehmer ein positives Fazit zum ersten FUGATO-Statusseminar gezogen. Zukünftig ist beabsichtigt, die FUGATO-Partner jährlich zu einem Statusseminar einzuladen, um die aktuellen Forschungsergebnisse zu präsentieren und sich den Partnern für Diskussionen, Informationsaustausch und zur Weitergabe neuer Anregungen zu stellen.


Quelle: FUGATO-Sekretariat



Ostermann

Tagungsraum

Wolf

Thaller Gerlach

Eggen

Schwerin Lattorff

Repsilber

Kothlow

Preisinger



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EMIDA ERA-Net
Informationen zur ERA-Net Initiative EMIDA im Bereich Tiergesundheit finden Sie auf der Webseite http://www.emida-era.net/

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Projektträger Jülich
Der Projektträger Jülich (PtJ) führt für verschiedene Auftraggeber das Projektmanagement von Förderprogrammen und Förderschwerpunkten durch, ist Nationale Kontaktstelle für bestimmte Forschungs- und Technologieförder- programme der EU und betreut Aktivitäten bei der bilateralen internationalen Kooperation und bei der Internationalen Energieagentur.

AGENAE
In Frankreich existiert ein zu FUGATO vergleichbares Förderprogramm AGENAE (Analyse des GENomes des Aimaux d`Elevage). >>>