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2. FUGATO-Statusseminar 2009

am 14. und 15. Oktober 2009 in Kassel


Tiergesundheit, Tierschutz, Nachhaltigkeit und Lebensmittelqualität –

Das 2. FUGATO-Statusseminar 2009 in Kassel bot ein durchweg abwechslungsreiches Programm


2. FUGATO-Statusseminar 2009

Unter dem Motto „Tiergesundheit, Tierschutz, Nachhaltigkeit, Lebensmittelqualität“ trafen sich am 14. und 15. Oktober 2009 Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter aus dem In- und Ausland zum 2. FUGATO-Statusseminar. Hierzu hatten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Industrieverbund FUGATO e.V. (IVF) gemeinsam nach Kassel eingeladen.

Für den wissenschaftlichen Nachwuchs wie auch die etablierten Forscher und Wirtschaftsvertreter stellte das Statusseminar eine durchaus willkommene Gelegenheit zum gegenseitigen Gedanken- und Erfahrungsaustausch sowie zum Kennenlernen oder erneuten Wiedersehen dar. Dabei widmete sich die diesjährige Veranstaltung ganz den Forschungsvorhaben von FUGATO-plus, der zweiten Runde im Förderschwerpunkt des BMBF zur funktionellen Genomanalyse bei Nutztieren. Startschuss dieser Projekte war das Frühjahr 2008 gewesen. Über den aktuellen Zwischenstand der Forschungsergebnisse konnten sich die Teilnehmer im Rahmen von Vorträgen, Posterpräsentationen und persönlichen Gesprächen ausführlich informieren. Die Mitglieder des IVF und des Fördervereins Biotechnologieforschung e.V. (FBF) nutzten die Zusammenkunft ihrerseits für eigene Mitgliederversammlungen.


Als ein gelungener Auftakt der Veranstaltung erwies sich die Keynote-Lecture von Herrn Prof. Peter Visscher vom Queensland Institute of Medical Research in Australien. Mit seinem Vortrag „Whole genome analysis methods to understand the genetic architecture of complex traits: where human genetics and animal breeding meet“ stellte er die Bedeutung dieser Analyseverfahren u.a. für die Humanmedizin, so beispielsweise zur Identifizierung psychiatrischer Beschwerden oder von Einflussfaktoren auf die Körpergröße, heraus und erläuterte Überschneidungen sowie Chancen und Potentiale für eine Translation der methodischen Erkenntnisse in den Bereich der Nutztierzucht.

Im Anschluss daran übernahm Herr Dr. Ostermann als Vertreter des BMBF und des Projektträgers Jülich (PtJ) die offizielle Begrüßungsansprache. Neben einem Überblick zum Förderschwerpunkt FUGATO und den FUGATO-plus-Projekten stellte er das Engagement des BMBF zur Tiergesundheit im internationalen Kontext vor und informierte über das ERA-Net EMIDA (Emerging and Major Infectious Diseases of Animals), das im Herbst vom BMBF und 15 weiteren europäischen Partnern ausgerufen worden ist.

In der nachfolgenden gut zweistündigen Postersession gaben insgesamt 48 Poster und eine Computerpräsentation einen umfassenden Einblick in den Stand der wissenschaftlichen Arbeiten bei FUGATO-plus und regten zu zahlreichen Gesprächen an. Der Tag fand dann seinen Ausklang bei einem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde.


Der zweite Tag stand den insgesamt 5 NachwuchsgruppenleiterInnen und 10 VerbundkoordinatorInnen zur Verfügung, um in Vorträgen ihre FUGATO-plus-Projekte vor- und den aktuellen Ergebnisstand zur Diskussion zu stellen. Bereits die frühen Morgenstunden wurden genutzt um aufzuzeigen, wie weit die bakteriologischen Milchuntersuchungen bei der Sau oder auch die metabolomischen und genomischen Milchanalysen bei der Milchkuh fortgeschritten sind und Aufschluss über die Tiergesundheit geben können. Ebenso wurden unterschiedliche Faktoren mit Einfluss auf Milch- und Fleischleistungsmerkmale, den Stoffwechsel, die Fruchtbarkeit und Krankheitsresistenzen sowie zuchtplanerische Einflüsse zur Steigerung des Zuchtfortschritts und der ökonomischen Effizienz eines Zuchtprogramms vorgestellt. Neben zahlreichen anderen Themen kamen weiterhin die Bedeutung der Genomischen Selektion für die Zuchtwertschätzung, der Inzucht bei der markergestützten Populationssanierung, von Sauendiäten auf die fetale Programmierung von Ferkeln, des Rüsselreflexes bei der Biene oder der genetischen und biologischen Epistasie für die Merkmalsausprägung bei Nutztieren dem aufmerksamen Publikum zur Sprache. Alle rund um die Tierarten Rind, Schwein, Pferd, Schaf, Ziege, Hummel und Biene vorgestellten Arbeiten wiesen einen durchaus positiven Verlauf zur Projekthalbzeit auf.

Redner und Moderatoren bewiesen an diesem zweiten Tag ein gutes Zeitmanagement und trugen damit maßgeblich zu einem pünktlichen Abschluss der Tagung bei. Anders als der Wissenschaftliche Beirat und BMBF/PtJ, die im Anschluss an das Statusseminar zu einer Zwischenevaluierung von FUGATO-plus zusammentraten, konnten die rund 140 Teilnehmer so pünktlich ihre Rückreise antreten und die Erlebnisse des diesjährigen FUGATO-Statusseminars in der Bahn, im Auto oder im Flugzeug Revue passieren lassen.

Quelle: FUGATO-Sekretariat



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EMIDA ERA-Net
Informationen zur ERA-Net Initiative EMIDA im Bereich Tiergesundheit finden Sie auf der Webseite http://www.emida-era.net/

BMBF
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Projektträger Jülich
Der Projektträger Jülich (PtJ) führt für verschiedene Auftraggeber das Projektmanagement von Förderprogrammen und Förderschwerpunkten durch, ist Nationale Kontaktstelle für bestimmte Forschungs- und Technologieförder- programme der EU und betreut Aktivitäten bei der bilateralen internationalen Kooperation und bei der Internationalen Energieagentur.

AGENAE
In Frankreich existiert ein zu FUGATO vergleichbares Förderprogramm AGENAE (Analyse des GENomes des Aimaux d`Elevage). >>>